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Ökologische Wärmedämmung

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    Ökologische Dämmung zum Einblasen oder Verlegen: Aus Holz
    1.2.2014

    Die Zahlen sprechen für sich. Laut „KfW Bankengruppe“ gelten derzeit 24 Millionen Wohneinheiten in Deutschland als energetisch sanierungsbedürftig und im letzten Jahr entstand 40 % des gesamten Energieverbrauchs im Wohnungsbestand.

    Sicherlich ist es kein Geheimnis mehr, dass Energiesparen bedeutet, den Wert von Immobilien zu erhöhen, Kosten zu senken und die Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden zu steigern. Bauwerke zu dämmen, ist ein probates Mittel für diese Aufgabe, so kann ein Energieverlust um rund 20 % reduziert werden.

    Die anfängliche Dämmungseuphorie ist mittlerweile einer differenzierten Betrachtung gewichen. Auf die Idee, z.B. Schmuckfassaden oder Fachwerkhäuser mit Außendämmung zu belegen, kommen glücklicherweise nur wenige und es ist auch klar, dass Bauwerke verschiedene energetische Ertüchtigungsmaßnahmen verlangen. Andere Themen im Dämm-Zusammenhang werden allerdings noch viel zu wenig gesehen. Sind die eingesetzten Materialien unbedenklich für die Gesundheit? Wie ist die Energiebilanz der Rohstoffe? Wachsen diese nach und kann man sie wiederverwerten? Wird die Dämmung vor dem Einbau um die halbe Erde transportiert?

    Ökologische Dämmung.

    Nachhaltige Dämmstoffe sind noch extrem unterrepräsentiert, so wird meist zu erdölbasierten Produkten gegriffen. Einem Vortrag des Münchener „Forschungsinstitut für Wärmeschutz“ von 2012 zufolge, entfallen bei den eingesetzten Materialien 53 % auf mineralische Stoffe, 30 % auf EPS-Hartschaum, 5 % auf PUR-Hartschaum, 6 % auf Polystyrol-Extruder-Schaumstoff und 1 % auf leichte Dämmplatten. Zusammengerechnet ist das 95 % Dämmstoffanteil, der nicht sehr nachhaltig ist!

    Dabei gibt es mittlerweile genug naturgemäße Alternativen – z.B. aus Flachs, Hanf, Wiesengras, Schafwolle, Getreidegranulat, Sisal, Jute, Kokus oder Holzfasern. Zellulose wiederum hat hier einen Marktanteil von rund 30 %. Auch die Münsterländer Firma „H2 Therm“ hat sich darauf spezialisiert und vertreibt zwei Produkte, die gesundheitlich unbedenklich, wiederverwertbar, umweltfreundlich hergestellt und aus nachwachsenden Rohstoffen sind.

    Ein „FSC-zertifizierter“ (s.u.), skandinavischer Hersteller liefert hierzu weißen Zellstoff, der in der Hygieneindustrie auch als Vorstufenprodukt unter dem Namen „CTMP“ (Chemo-Thermo-Mechanischer-Pulp) verwendet wird. Das Material besteht aus Holzstücken, die mit Lauge und Dampf geweicht und gemahlen sind. Es ist sehr hautfreundlich und kommt u.a. auch für Servietten, Tischtücher, Windeln oder Verbandmaterial zum Einsatz. Da liegt es nah, bei „H2 Wood“ von der ‚Kuschelwolle’ für die ganze Familie zu sprechen.


    „H2 Wood“.

    Die Zellstoffflocken werden in komprimierter Form in Säcken á 14 kg geliefert. Eine Maschine mit spezieller Düse bläst das Material mittels Druckluft in Bauwerkhohlräume ein. Dieses Verfahren spielt vor allem für die nachträgliche Dämmung von Dachböden, in Holzständerausfachungen, für Zwischensparrendämmung oder bei Gewölben seine Vorteile aus. Vorbereitungsarbeiten braucht es hierzu kaum und der Transport etlicher Pakete in Schrankgröße zum Einsatzort gehört der Vergangenheit an. Stattdessen sorgt ein flexibler Schlauch dafür, dass durch wenige Bohrlöcher der Dämmstoff an sein Ziel gelangt.

    „H2 Feeling Wood“.

    Während „H2 Wood“ zum Einblasen konzipiert wurde, stellt „H2 Feeling Wood“ die ökologische Alternative zu herkömmlichen Dämmmatten dar. In den Maßen 40/60/80/100 x 625 x 1000 mm sind sie sehr leicht zu verarbeiten und bergen keine gesundheitlichen Risiken wie z.B. Hautreizungen oder die Gefahr von krebserregenden Fasern. Alle weiteren Eigenschaften sind ähnlich mit denen von „H2 Wood“.


    Die technischen Daten von „H2 Wood“ und „H2 Feeling Wood“ sprechen für sich. Mittlerweile sind die Eigenschaften von nachhaltigen Dämmstoffen ihren mineralischen oder chemischen Mitbewerbern ebenbürtig. In manchen Themen können sie sogar zusätzlich punkten. So verbessert sich das Raumklima, denn die Feuchtigkeit wird besser gebunden und wieder abgegeben. Ein Hitze- und Schallschutz geschieht automatisch mit.

    Ökologische Zertifizierung.

    „H2 Wood“ und „H2 Feeling Wood“ sind mit dem „FSC und Rainforest Alliance Certifikat“ ausgestattet. Die vergebende Organisation ist der weltweit führende Zertifizierer von nachhaltiger Waldwirtschaft nach dem Standard des „Forest Stewardship Council“ (FSC). Nicht nur der Aufwuchs von Hölzern wird kontrolliert, sondern auch die Lieferkette von Ursprungsort bis zum Endverbraucher. Neben der Umweltverträglichkeit spielt auch das soziale Engagement eine Rolle bei der Zertifizierung. Nach eigenen Angaben hat die „Rainforest Alliance“ mittlerweile 3.323 Unternehmungen und 76.943.787 Hektar Waldfläche in 78 Ländern geprüft und beurkundet.

    Quelle: Ökonews
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