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Amphibienwanderung 2020

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    Amphibienwanderung 2020

    Die Wanderung der Amphibien hat schon begonnen! Vor allem in milden, regnerischen Nächten treten alljährlich im Frühjahr Kröten, Frösche, Unken und Molche die Wanderung zu ihren angestammten Laichgewässern an - eine gefährliche Hochzeitsreise, die für viele der Lurche mit dem Tod auf der Straße endet.

    Frostfreier Boden, Abendtemperaturen ab 4°C und Regen bedeuten gute Bedingungen für die kleinen Wanderer. Zu den ersten, die zu ihren Laichplätzen aufbrechen, gehören Erdkröte, Grasfrosch, Teichmolch und Bergmolch. Um dort anzukommen, müssen Amphibien heute vielfach Straßen überqueren. Unzählige von ihnen verlieren dadurch jedes Jahr ihr Leben: Untersuchungen haben ergeben, dass schon bei einer Verkehrsdichte von nur 60 Autos pro Stunde 90 Prozent der wandernden Erdkröten überfahren werden.

    Um den vielfachen Straßentod zu verhindern und den Amphibien das Überleben zu sichern, müssen an Straßenabschnitten, die Wanderrouten der Lurche queren, entsprechende Schutzmaßnahmen ergriffen werden. Die beste Lösung wäre oft der Bau von Leiteinrichtungen und Straßenunterführungen, sogenannte „Froschtunnels“. Dadurch ist auch für die rückwandernden Lurche und andere Kleintiere ganzjährig und dauerhaft das gefahrlose Queren der Straße gesichert. Diese Variante ist aber kostenintensiv, weshalb sie nur selten realisiert wird. Eine weitere gute Methode für den Amphibienschutz an Straßen während der Laichwanderung ist eine nächtliche Straßensperre.

    Wo Straßenunterführungen oder Sperrungen nicht möglich sind, kann ein Amphibienschutzzaun eine wichtige Alternative sein. An mehreren bekannten, stark frequentierten Amphibienwanderstrecken in Oberösterreich werden in den nächsten Tagen Amphibienschutzzäune vom Naturschutzbund Oberösterreich, Straßenmeistereien oder anderen Amphibienfreunden aufgestellt.

    Zahlreiche freiwillige Helfer kontrollieren während der Zeit der Laichwanderungen ein bis zwei Mal täglich bei jedem Wetter die Schutzzäune – neben den oft stark befahrenen Straßen eine mühsame und nicht ungefährliche Aufgabe. Aber ohne diesen Einsatz wären wohl viele Amphibienpopulationen bereits erloschen.

    Sehr aktiv in diesem Thema ist die ARGE Naturschutz aus Klagenfurt: www.arge-naturschutz.at
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