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Neubau - Förderungen in Kärnten

  1. #1
    Moderator Avatar von Berndt Triebel
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    Neubau - Förderungen in Kärnten

    Aufgrund vieler Anfragen wollen wir die Fördermöglichkeiten rund ums Bauen kurz darstellen:

    Land Kärnten Wohnbauförderung (Neubauförderung, Althaussanierungsförderung...)
    Land Kärnten - Energieförderung (Spezielle Förderschienen in erster Linie für Betriebe und Vereine)
    Bund Kommunalkredit (Förderung für Private, Betriebe und Gemeinden)
    Gemeinden: Diverse Förderungen

    Der Einstieg in ein Projekt gelingt am besten über eine kostenlose "Vor Ort Beratung" durch einen neutralen Energieberater, die zu 100% vom Land Kärnten gefördert wird. Wenn das Projekt tatsächlich in Richtung Umsetzung geht, erstellt ein Energieberater den Energieausweis und kann dann die Chancen auf Förderungen relativ genau darstellen. Näheres: 0650/9278417
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  2. #2
    Moderator Avatar von Berndt Triebel
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    Förderung Neubau Einfamilienhaus

    Wer ein Haus baut oder erstmals eine Eigentumswohnung erwirbt und dafür einen Förderkredit in Anspruch nehmen möchte, kann sich über eine Basisförderung von 400 Euro pro Quadratmeter freuen. Die Zinsen für den Förderkredit sinken von 0,7 auf 0,5 Prozent. Verdoppelt wird sowohl der Bonus für Photovoltaik (auf bis zu 8000 Euro) als auch der Bonus für Passivhausbauweise (auf 100 Euro pro Quadratmeter). Weitere Erhöhungen für Förderkreditnehmer bleiben unverändert aufrecht, beispielsweise für ökologische oder barrierefreie Bauweise, für Bauen im ländlichen Raum, für Jungfamilien, für einen Standort in der Nähe von Öffis und Infrastruktur oder auch für E-Mobilität und Dachbegrünung. Dazu kommt der Kinderbonus von 1000 Euro pro Kind und eine erhöhte Förderung von Personen mit niedrigem Einkommen in Höhe von 3000 Euro.

    Wer statt eines Kredits lieber einen Einmalzuschuss möchte, für den gibt es den Häusbauerbonus. Zur Basisförderung von 15.000 Euro kommen ab 1. Jänner zahlreiche attraktive Zusatzförderungen für klimafreundliche Bauweise hinzu: bis zu 3200 Euro etwa für ökologische Baustoffe, bis zu 3750 Euro für eine thermische Solaranlage, bis zu 3480 Euro für Photovoltaik, bis zu 1500 Euro für Dachbegrünung und 3000 Euro für Passivhausbauweise.

    Auch für die Wahl des Standorts und des Grundstücks gibt es Zuschläge: Liegt das neue Zuhause weniger als einen Kilometer von einer Öffi-Haltestelle und zwei bestehenden Infrastruktureinrichtungen (Schule, Nahversorger, Dienstleister u.ä.) entfernt, gibt es 2000 Euro Zuschlag. Wird auf einem kleinen Grundstück gebaut, gibt es bis zu 5000 Euro extra, wird gar nicht auf „neuem“ Grund gebaut, sondern handelt es sich um einen Einbau einer Wohneinheit in ein bestehendes Gebäude bzw. um einen Auf- oder Zubau, dann gibt es 7000 Euro extra.
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  3. #3
    Moderator Avatar von Berndt Triebel
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    Die Förderung beim Neubau erfolgt durch Gewährung:

    eines Förderungskredites, Laufzeit 30 Jahre, Verzinsung: 0,5 % p.a. vom 1. bis 20. Jahr, 1,5 % p.a. vom 21. bis 30. Jahr, dekursiv, Berechnung 30/360, mit einer Zinsen und Tilgung umfassenden Annuität vom 1. – 20. Jahr jährlich von 3,59 % und vom 21.-30. Jahr jährlich von 3,78 % und ist diese in monatlichen Teilbeträgen tilgungskonform am 1. eines jeden Monats zu entrichten.
    und
    von Annuitätenzuschüssen auf die Laufzeit von längstens 10 Jahren zu Rückzahlungsraten zur Finanzierung aufgenommener hypothekarisch besicherter Bank- bzw. Bausparkassenkredite. Der Annuitätenzuschuss beträgt in den ersten 5 Jahren jährlich 4 % des förderbaren Hypothekarkredites und vom 6. – 10. Jahr jährlich 3 % des förderbaren Hypothekarkredites.

    Die Annuitätenzuschüsse können nur Förderungswerbern (Eigentümern, (Mit)Eigentümern) gewährt werden, die die geförderte Wohnung selbst bewohnen. Bei einer geförderten zweiten Wohnung für eine nahestehende Person wird nur der Förderungskredit gewährt. Für die Zuerkennung der Annuitätenzuschüsse vom 6. – 10. Jahr ist vor Ablauf des 5. Jahres des Zuerkennungszeitraumes ein Weitergewährungsantrag zu stellen und eine
    neuerliche Einkommensprüfung erforderlich.

    oder alternativ

    eines Einmalzuschusses (Häuslbauerbonus) für die geförderte Wohnung (bei Zweifamilienhäusern je förderbarer Wohneinheit).
    Eine Kombination der Förderungsarten „Förderungskredit und Annuitätenzuschüsse“ mit dem „Häuslbauerbonus“ bei ein und demselben Förderobjekt (zB Eigenheim mit 2 geförderten Wohnungen) ist nicht zulässig.

    (2) Höhe der Förderung:

    a) Förderungskredit und Annuitätenzuschüsse:
    Die Förderungshöhe errechnet sich aus der Basisförderung und Bonusbeträgen und wird die errechnete Förderungssumme wie folgt aufgeteilt:
    - 60 % Förderungskredit
    - 40 % durch Annuitätenzuschüsse gestützter Hypothekar- bzw. Bausparkassenkredit

    Basisförderung: € 400 / m² förderbarer Nutzfläche

    Bonusbeträge zur Basisförderung:
    Bonus für verdichtete Bauweise und Nachverdichtung
    Grundstücksgröße: ≥500 – 750m² € 50 / m² förderbarer Nutzfläche
    Grundstücksgröße: <500m² € 100 / m² förderbarer Nutzfläche
    Nachverdichtung € 150 / m² förderbarer Nutzfläche
    Abbruchkosten € 10.000

    Umweltbonus

    Ökoindex 160 – 120 € 1.500
    Ökoindex < 120 € 4.000
    Ökoindex < 80 € 6.000
    Ökoindex < 40 € 8.000

    Bonus für Sonnenenergie je Gebäude
    Thermische Solaranlage € 400 je m² Aperturfläche bis max. € 6.000
    Photovoltaik € 1.000 / pro kWp, bis max. € 8.000
    [U]Bonus barrierefreie Bauweise[/U € 10.000
    Bonus für Elektromobilität € 700,-
    Bonus Dachbegrünung € 50 / m², bis max. € 5.000
    Bonus strukturschwacher ländlicher Raum € 7.000
    Bonus Jungfamilie € 12.000,-
    Kinderbonus € 1.000
    Bonus behindertengerechte Maßnahmen € 15.000
    Bonus Standortqualität € 5.000
    Bonus Passivhaus € 100 / m² förderbarer Nutzfläche
    Zuschlag bei niedrigem Einkommen € 3.000
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  4. #4

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    Welche Gemeinden zählen zum strukturschwachen Raum mit Bonusförderung?

    Kann mir jemand die Gemeinden nennen?

  5. #5
    Moderator Avatar von Berndt Triebel
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    Gemeinden - Strukturschwacher Raum

    Bonus strukturschwacher ländlicher Raum
    Zu den Gemeinden im strukturschwachen ländlichen Raum zählen bunt gemischt:

    Trebessing
    Lendorf
    Dellach
    Weißensee
    Kirchbach
    Winklern
    Kötschach-Mauthen
    Krems in Kärnten
    Gitschtal
    Reißeck
    Lesachtal
    Rennweg am Katschberg
    St. Stefan im Gailtal
    Stall
    Steinfeld
    Gmünd
    Rangersdorf
    St. Margareten im Rosental
    Sachsenburg
    Zell
    Lurnfeld
    Feistritz im Rosental
    Völkermarkt
    Baldramsdorf
    Bleiburg
    Keutschach am See
    Gallizien
    Ludmannsdorf
    Griffen
    Maria Saal
    Ruden
    Moosburg
    Diex
    Schiefling am Wörthersee
    Eberndorf
    Techelsberg am Wörthersee
    Eisenkappel-Vellach
    Magdalensberg
    Feistritz ob Bleiburg
    Globasnitz
    Brückl
    Neuhaus
    Friesach
    Sittersdorf
    Guttaring
    Bad St. Leonhard im Lavanttal
    Kappel am Krappfeld
    Lavamünd
    Liebenfels
    Preitenegg
    Micheldorf
    Reichenfels
    Mölbling
    Frantschach St. Gertraud
    St. Georgen am Längsee
    St. Andrä
    Frauenstein
    St. Georgen im Lavanttal
    Gurk
    St. Paul im Lavanttal
    Hüttenberg
    Albeck
    Klein St. Paul
    Gnesau
    Metnitz
    Himmelberg
    Straßburg
    Reichenau
    Weitensfeld im Gurktal
    St. Urban
    Deutsch-Griffen
    Steuerberg
    Eberstein
    Glanegg
    Glödnitz
    Bad Kleinkirchheim
    Feld am See
    Afritz am See
    Berg im Drautal
    Arriach
    Dellach im Drautal
    Feistritz an der Gail
    Großkirchheim
    Ferndorf
    Flattach
    Fresach
    Greifenburg
    Nötsch im Gailtal
    Heiligenblut
    Paternion
    Irschen
    Rosegg
    Kleblach-Lind
    St. Jakob im Rosental
    Mallnitz
    Stockenboi
    Malta
    Treffen am Ossiacher See
    Millstatt
    Weißenstein
    Mörtschach
    Mühldorf
    Oberdrauburg
    Obervellach

  6. #6

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    Wohnbauförderung Förderbare Nutzfläche

    Wie hoch ist die förderbare Nutzfläche?

  7. #7

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    Förderbare Nutzfläche

    Die förderbare Nutzfläche beträgt bei einer Haushaltsgröße von
    1 Person 50 m²
    2 Personen 65 m²
    3 Personen 75 m²
    4 Personen 90 m²
    5 Personen 105 m²
    6 Personen 115 m²
    mehr als 6 Personen 125 m²

  8. #8

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    Anforderungen an das Heizsystem bei der Neubauförderung

    Die Heizungs- und Warmwasserversorgung hat durch folgende „hocheffiziente alternative Energiesysteme“ zu erfolgen, sofern die zu fördernde Baulichkeit nicht in einem Fernwärmebereich gemäß lit. b bzw. lit. c liegt oder der Anschluss an dieses Netz mit einem besonders hohen technischen oder wirtschaftlichen Aufwand verbunden ist (Ausnahme vom verpflichtenden Fernwärmeanschluss: nachweisliche Mehrkosten von mindestens 30 % auf die Nutzungsdauer einer alternativen Heizungsanlage gemäß lit. a, d und e auf Vollkostenbasis im Sinne der ÖNORM M7140 Restbarwert gemäß EN Normen 15459): Systeme auf Basis erneuerbarer Energien unter Berücksichtigung möglichst hoher Effizienzstandards.

    Es werden nur Holzheizungskessel gefördert, welche die nachfolgend aufgelisteten Emissionsgrenzwerte des österreichischen Umweltzeichens gemäß Typenprüfung nach ÖNORM EN 303-5 einhalten und einen Umwandlungswirkungsgrad von mindestens 85 % erreichen. Bei einer zentralen Erzeugungsanlage welche thermische Energie durch ein Netz an mehrere Gebäude abgibt, muss der Umwandlungswirkungsgrad mindestens 85 %
    betragen.

    Fern-/Nahwärme aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Koppelungs-Anlagen im Sinne der Richtlinie 2004/8/EG über die Förderung einer am Nutzwärmebedarf orientierten KraftWärme-Kopplung im Energiebinnenmarkt, ABl. Nr. L 52 vom 21.02.2004 S. 50, sowie sonstige Abwärme, die andernfalls ungenutzt bleibt.

    Definition Fernwärme: die Verteilung thermischer Energie in Form von Dampf oder heißem Wasser von einer zentralen Erzeugungsquelle durch ein Netz an mehrere Gebäude oder Anlagen zur Nutzung von Raum oder Prozesswärme. Fern-/Nahwärme sofern sie ganz oder teilweise (zumindest 80 %) auf Energie aus erneuerbaren Quellen beruht.

    Wärmepumpen, die nach den EU-Umweltzeichenkriterien gemäß Richtlinie 2014/314/EU zertifiziert sind (EU Ecolabel) bzw. vollinhaltlich den in dieser Richtlinie festgelegten Mindestanforderungen entsprechen und als Hauptheizung mit einer Niedertemperaturverteilung mit einer Vorlauftemperatur unter 35°C ausgelegt sind.

    Die Warmwasserbereitung kann unabhängig von der Hauptheizung mit einer Brauchwasserwärmepumpe erfolgen. Sollte die Warmwasseraufbereitung durch dezentrale Fernwärmeboiler erfolgen und ist durch die Art des Betriebes eine Aufheizung des Warmwassers von 45°C auf 60°C nicht möglich, so kann dies alternativ mittels E-Heizstab erfolgen. Auf Einhaltung der Normen und Regelwerke ist besonderes Augenmerk zu legen. Elektroboiler zur Warmwasserbereitung sind nur in Kombination mit einer Photovoltaikanlage zulässig, wenn sichergestellt ist, dass dadurch der Eigenverbrauch des erzeugten PV-Stroms wesentlich erhöht wird.
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  9. #9

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    Bonus für verdichtete Bauweise

    Bonus für verdichtete Bauweise und Nachverdichtung
    Verdichtete Bauweise:
    Die Grundstücksgröße einschließlich der bebauten Fläche darf die für den Bonusbetrag angeführte Größenordnung nicht überschreiten.
    Der Bonusbetrag wird nur zuerkannt, wenn der Förderungswerber während der Laufzeit des Förderungskredites bzw. bei Inanspruchnahme eines Einmalzuschusses nach Ablauf von 20 Jahren keine Grundstücke im Eigentum hat, die unmittelbar an das förderungsrelevante Grundstück angrenzen.

    Nachverdichtung:
    Eigenheime im Gruppenwohnbau, Schaffung von neuem Wohnraum in bestehenden Gebäuden durch Auf-, Zu-, Um- und Einbauten, oder durch Schließen von Baulücken zwischen zwei bestehenden Gebäuden.

    Abbruchkosten:
    Der Bonusbetrag wird für die Kosten des gänzlichen Abbruchs (bis zur Kellerdecke) eines thermisch und wirtschaftlich nicht mehr sanierbaren Wohngebäudes gewährt.

  10. #10

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    Bonus für Sonnenenergie

    Thermische Solaranlage:
    Für Solaranlagen für die Warmwasserbereitung und Heizung sind nur Kollektoren förderbar, für die eine Produktzertifizierung einer anerkannten Prüfstelle nach der „Solar-Keymark“ – Richtlinie oder dem Austria Solar“ Gütesiegel vorliegt. Die installierte Kollektor-Aperturfläche (oder Brutto-Kollektorfläche x 90 %) der Solaranlage muss unabhängig vomVerwendungszweck mindestens 4 m2 umfassen. Eine Liste von geprüften Kollektortypen ist unter www.solarkeymark.org abrufbar. Pro Quadratmeter Kollektor-Aperturfläche sind 70 Liter
    Speicherinhalt vorzusehen. Die Solaranlage ist mit Wärmemengenzähler auszustatten.
    Photovoltaikanlage:

    Die PV-Anlage muss dem Stand der Technik entsprechen und von einer befugten Fachkraft normgerecht montiert und installiert werden. Förderbar sind freistehende Anlagen, Aufdachanlagen sowie gebäudeintegrierte Photovoltaik–Anlagen. Die PV-Anlage muss auf
    Eigengrund und in unmittelbarer Nähe des Förderobjektes errichtet werden.
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  11. #11

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    Bonus für Barrierefreiheit

    Durch Vermeidung baulicher Barrieren wird die Zugänglichkeit und Benützbarkeit von Wohnungen verbessert.

    Für die Zuerkennung des Bonus für Barrierefreiheit sind nachstehende Kriterien zu erfüllen:
    Erschließung und barrierefreie Zugänglichkeit zum Haus- bzw. Wohnungseingang (Schwellenlos, Steigung < 6 %, Wegbreite mind. 120 cm).
    Eingangsbereich/Eingangstüre (Türbreite mind. 90 cm (lichte Breite), Schwellenhöhe max. 2 cm).
    Wohn-, Schlaf-, Koch-, Ess- und Sanitärräume müssen barrierefrei erreichbar sein.
    Innerhalb der Wohnung ist der seitliche Abstand des Anfahrbereiches an der Türdrückerseite von 50 cm mind. bei der Wohnungseingangstür, der Tür zum Sanitärraum nach durchgeführter Anpassung und der Tür zu einem Aufenthaltsraum (Schlafraum) einzuhalten. Lichte Breite der Türen 80 cm (Wohnungseingangstüre 90 cm).
    Für Wohnungseingangstüren ist ein Anfahrbereich an der Seite des Türbandes von 3,00 m² und an der dem Türband abgewandten Seite 1,80 m² vorzusehen. In allen anderen Fällen beidseits der Tür 1,80 m².
    Barrierefreie Sanitärräume: Die Mindestgröße von barrierefreien Toilettenräumen beträgt 2,15 m x 1,65 m. Im Bereich der WC-Schale muss eine Bewegungsfläche mit einem Durchmesser von mind. 150 cm vorhanden sein. Der Abstand zwischen der WCSchale und einer der seitlich dazu angeordneten Wand muss mind. 90 cm betragen.
    Sonstige Sanitärraume müssen die erforderliche Bewegungsfläche von Durchmesser 150 cm haben. Die Mindestgröße eines kombinierten barrierefreien Sanitärraumes mit Toilette, Waschbecken und Dusche beträgt 5,00 m². Türen dürfen nicht nach innen ausgeführt werden. Bei zu geringer Bewegungsfläche ist die spätere Anpassbarkeit durch Zusammenlegung von Bad/WC bzw. WC/Abstellraum vorzusehen. Zur späteren Entfernung vorgesehene Trennwände dürfen keine Installationen enthalten, durchgehender Estrich. Die konstruktive Vorbereitung der Wände für eine spätere
    Anbringung von Haltegriffen bei Dusche, WC und Badewanne muss gegeben sein.

  12. #12

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    Bonus für Elektromobilität

    Gefördert wird die Anschaffung einer Wallbox/Heimladestation (normgerecht und in Österreich zugelassene AC und DC Ladeanlage). Ein Ladekabel alleine ist nicht förderfähig. Die Wallbox/Heimladestation muss von einem konzessionierten Elektroinstallateur installiert werden. Zur Wahrung der Versorgungsqualität müssen Ladeeinrichtungen für Elektrofahrzeuge mit Bemessungsleistungen ≥3,6 kVA vom Elektriker beim Netzbetreiber angemeldet werden und etwaige weitere Vorgaben des Netzbetreibers sind einzuhalten. Für die ordnungsgemäße Installation ist der entsprechende Nachweis von einem konzessionierten Elektroinstallateur vorzulegen.

  13. #13

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    Bonus für Dachbegrünung

    Als Beilage für die Förderung der Begrünungsmaßnahmen ist ein Gestaltungsplan für die Begrünung vorzulegen. Ein Detailschnitt des Dachsystem Aufbaus und eine Liste der Pflanzen die zur Begrünung verwendet werden sind vorzulegen

  14. #14

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    Bonus für Jungfamiilie

    Als Jungfamilie gelten:

    ein Ehepaar mit oder ohne Kinder oder eine eingetragene Partnerschaft, wenn beide Ehegatten oder eingetragenen Partner das 35. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vollendet haben;

    Lebensgefährten, wenn beide das 35. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht vollendet haben und zumindest einer ein oder mehrere eigene oder adoptierte, haushaltszugehörige Kinder, für welche Familienbeihilfe bezogen wird, aufweist;

    Alleinstehende, wenn sie das 35. Lebensjahr zum Zeitpunkt der Antragstellung noch nicht vollendet haben und ein oder mehrere eigene oder adoptierte,
    haushaltszugehörige Kinder, für welche Familienbeihilfe bezogen wird, aufweisen.

  15. #15

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    Kinderbonus

    Der Bonus wird für jedes Kind, welches im geförderten Objekt sein dringendes Wohnbedürfnis befriedigt und für das Familienbeihilfe bezogen wird, gewährt.

  16. #16

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    Bonus für behindertengerechte bauliche Maßnahmen

    Der Bonus beträgt € 15.000 für ein Haushaltsmitglied mit Behinderung.

    Diese Maßnahmen müssen den Bestimmungen der ÖNORM B 1600 – Planungsgrundsätze für das barrierefreie Bauen, der ÖNORM B 1601 – Planungsgrundsätze bezüglich spezieller Baulichkeiten für behinderte und alte Menschen oder gleichartigen Normen entsprechen.

  17. #17

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    Bonus Standortqualität

    Bei der Bewertung der Infrastruktur in Standortnähe wird die räumliche Distanz des Gebäudes zu Einrichtungen der täglichen Nahversorgung, sozialen Infrastruktur sowie zu Einrichtungen für Erholung und Freizeit und von Einrichtungen des öffentlichen Personennahverkehrs berücksichtigt.

    Für die Anerkennung des Bonusbetrages müssen sich mindestens eine ÖPNV-Haltestelle und zwei der gelisteten Infrastruktureinrichtungen innerhalb von 1.000 Metern Luftlinie zum Gebäudestandort (Haupteingang des Objekts) befinden.

    Als relevante Infrastruktureinrichtungen werden festgelegt:
    ÖPNV-Haltestelle (Muss Kriterium)
    Gastronomie (zB Wirtshaus, Restaurant, Kantine)
    Nahversorger (zB Supermärkte, Drogerien, Wochenmärkte, Lebensmittelfachgeschäfte)
    Freizeit und Erholung (zB Tennisplatz, Sporteinrichtungen, Spielplatz, Parkanlage, Naherholungsgebiet)
    Kultur (zB Kino, Theater, Museum)
    Kindergarten, Kinderbetreuung, Volksschule
    Hauptschule, Mittelschule, höhere Schule, weiterbildende höhere Schulen (HAK, HTL, etc.), Universität, Fachhochschule etc.
    Medizinische Versorgung (zB Ärzte, Apotheken, Krankenhäuser, Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Labore)
    Dienstleistungsbetriebe (zB Frisöre, Post, Banken, Schneiderei, Schuhmacher etc.)
    Öffentliche Verwaltung (Rathäuser, Ämter, Bürgerservicezentren etc.)
    Erschließung des Grundstücks mit öffentlichen Radwegen

  18. #18

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    Bonus Passivhausstandard

    Ein Passivhaus gemäß dieser Richtlinie ist ein Gebäude ohne separates Heizsystem und ohne Klimaanlage dessen Jahresheizwärmebedarf nach Passivhaus Projektierungs-Paket (PHPP) Version 9 oder neuer [PHPP] max 15kWh(m²a) sein darf.

  19. #19

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    Zuschlag bei niedrigem Einkommen

    Als niedrige Einkommensbezieher gelten Haushalte deren Familieneinkommen max. 2/3 des höchstzulässigen Jahreseinkommens gemäß Pkt. 4.2 (2) lit. e beträgt, das sind bei einer Haushaltsgröße von

    1 Person € 25.333
    2 Personen € 36.667
    3 Personen € 40.667
    4 Personen € 44.667
    für jede weitere Person + € 4.000

  20. #20
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    Energieforum Kärnten hilft weiter

    Wenn Sie Fragen zur Neubauförderung haben, hilft Ihnen das Energieforum Kärnten gerne weiter.
    Email: office@energieforumkaernten.at,
    Tel. 0650/9278417
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  21. #21
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    Förderbeispiel Neubau

    Förderbeispiel Landesförderung - Neubauförderung Eigenheim 2021

    Errichtung eines Eigenheimes mit 130m² Nutzfläche auf einer Grundstücksgröße von 625m² und Installation einer Solaranlage mit 7,5m², HWBBGF, Ref = 30 kWh/m²a, A/V = 0,75, Jungfamilie mit 1 Kind.

    Grundförderung € 400,- x 75m² € 30.000,-

    Beantragte Erhöhungsbeiträge
    Bonus für Nahverdichtung € 3.750,-
    Ökologische Baustoffe Ökoindex < 120 € 4.000,-
    Solaranlage € 400,-/m² € 3.000,-
    Barrierefreie Bauweise € 10.000,-
    Jungfamilienförderung € 12.000,-
    Förderungssumme € 62.750,-

    Aufteilung in:
    60% Förderungskredit € 37.650,-
    40% AZ-gestützer Kredit € 26.250,-

    Dieses Beispiel dient als theoretische Darstellung. Wie sich ein Projekt fördertechnisch tatsächlich auswirkt hängt von vielen individuellen Faktoren ab. Eine persönliche Energieberatung ist daher unbedingt erforderlich. Hotline: Tel. 0650/9278417
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