(Wien 17. Jänner 2013) – Die Ergebnisse der aktuellen Treibhausgas-Inventur des Umweltbundesamts zeigen im Jahr 2011 einen Rückgang der Treibhausgasemissionen. 2011 wurden in Österreich 82,8 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent emittiert und somit um 2,6% bzw. 2,2 Mio. Tonnen weniger als 2010. Unter Berücksichtigung der Beiträge aus dem JI/CDM-Programm und der Bilanz aus Neubewaldung und Entwaldung wird das Kyoto-Ziel von 68,8 Mio. Tonnen erreicht. Durch die rechtlichen Vorkehrungen, die 2012 zur Erweiterung des JI/CDM-Programms getroffen wurden, sind auch die bisher offenen Beträge aus den Jahren 2008 – 2010 abgedeckt.

„Wir haben Kyoto positiv abgeschlossen und starten damit in eine neue Periode ohne einen Rucksack mit Altlasten. Das heißt aber nicht, dass wir uns zurücklehnen, sondern wir müssen den Klimaschutz noch mehr vorantreiben und zu den Besten in Europa werden. Mit der Novelle zum Klimaschutzgesetz werden Klimaschutzziele erstmals in Österreich verbindlich festgeschrieben.
Klare Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen stellen sicher, dass jeder seinen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zu mehr Energieeffizienz leistet“, betont Berlakovich. Dass die Maßnahmen greifen, zeige das Beispiel der thermischen Sanierung, mit den 2012 genehmigten Projekten wird eine Einsparung von insgesamt 3,3 Millionen Tonnen CO2 erzielt und das neue Förderprogramm trage zu weiteren Einsparungen bei. Berlakovich: „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz bringen uns zur Energieautarkie.“

„Österreich verzeichnet seit 2005 einen grundsätzlich sinkenden Trend der Treibhausgasemissionen in Österreich. Trotz des Wirtschaftswachstums im letzten Jahr konnten Emissionen vermindert werden und der Anteil Erneuerbarer Energieträger hat einen neuen Höchstwert erreicht. Für uns der Beleg, dass viele sektorale Maßnahmen ihre Wirkung zeigen und die Richtung stimmt,“ erklärt Umweltbundesamt-Geschäftsführer Georg Rebernig. "Wichtig ist, dass wir alle unsere Verpflichtungen aus der Kyoto-Periode erfüllt haben und uns eine gute Ausgangsposition für die neue Klimaschutzperiode bis 2020 erarbeitet haben. Jetzt gilt es, in den Anstrengungen nicht nachzulassen."