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Erlebnis Hausbau

  1. #1

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    Erlebnis Hausbau

    Ich helfe meiner Tochter und meinem Schwiegersohn beim Hausbauen. Kann man in diesem Blogg gute Tips bekommen?
    Wer schreibt mit?

  2. #2

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    Bin mittendrin

    Wir sind mitten im Bauen. Kann also schon viel erzählen.

    Wir haben uns einen Plan vom Architekten zeichnen lassen, wollten zuerst in die Wohnbauförderung reinkommen, aber bei den Auflagen kann man das vergessen. Jetzt bauen wir ohne Förderung, außer die Heizung wird gefördert.

    Wir machen viel selber. Hauptproblem ist, wenn Firmen auf der Baustelle sind, die dann zu spät kommen und viel zu spät fertig werden. Also das macht einen verrückt. Die Kinder werden fünf Monate später einziehen, als geplant. Beim nächsten Haus würde ich irgendeinen Fachmann dranzunehmen, der mir die Firmen managt.

  3. #3

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    Welche Heizung nehmt ihr?

    Für welche Heizung habt ihr Euch entschieden?

  4. #4

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    Heizung Pellets

    Wir haben eine Pelletsheizung. Holz wird's immer geben. Mich ärgert nur, dass viel Holz aus Rumänien hereingeholt wird. Kennt wer einen Pelletsproduzenten, der garantiert Kärntner Holz verarbeitet?

    Pelletsheizungen werden gut gefördert und man hat auch nicht sehr viel Arbeit damit. Ich habe bei einem Holz die Sonne ins Haus Installateur bestellt. War gut, die Zusammenarbeit.

  5. #5
    Moderator Avatar von Berndt Triebel
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    Pellets (Holzpellets)


    Vorteile

    Umweltverträglich, CO2-neutral
    Niedrige Betriebskosten
    Freie Lieferantenwahl
    Wertschöpfung im Inland (regionale Verfügbarkeit, Arbeitsplatzsicherung)
    Meist gute Förderungen möglich

    Nachteile

    Regelmäßige Aschenentfernung nötig
    Lagerraum ist notwendig
    Bei der Investition teurer als viele andere Heizsysteme


    Holz-Pellets werden aus Sägemehl ohne Zusatz von Hilfsstoffen hergestellt, in dem das Sägemehl bei höherer Temperatur durch eine Lochmatrize gepresst wird. Je nach Land und Norm werden unterschiedliche Größen produziert, in Österreich sind Pellets ca. 6 mm dick und 5 bis 30 mm lang und wiegen ca. 650kg/m³. Durch den niedrigen Wassergehalt haben sie einen hohen Energieinhalt (4,9kWh/kg) und benötigen nicht mehr Lagerraum wie eine Ölheizung. Durch die Homogenität errreicht man eine sehr gleichmäßige Verbrennung mit minimaler Schadstoffbelastung. Als reines Biomasseprodukt sind Pellets CO2-neutral (tragen nicht zum Treibhauseffekt bei). Die Asche kann problemlos als Dünger verwendet werden.



    Platzbedarf, Lieferung und Lagerung von Pellets:
    Pelletslager benötigen nicht mehr Platz als Tankräume für Ölkessel. Für ein normales Einfamilienhaus benötigt man je nach Heizlast bzw. Wärmebedarf einen Raum von rund 6m² Grundrissfläche. Damit kann ein Jahresbedarf (4000 bis 5000kg für ein Einfamilienhaus) eingelagert werden. Die Zustellung erfolgt üblicherweise mit Tankwagen. Der Schlauch zur Einblasung ist üblicherweise maximal 30m lang.

    Faustformel: Benötigter Pellets-Lagerraum in m³ = Heizlast in kW
    Die Grundfläche des Lagerraumes ergibt sich dann aus dem Volumen dividiert durch die Raumhöhe.

    Der Pellets-Lagerraum:
    Der Pelletlagerraum muss an einer Außenwand liegen, damit der Befüllstutzen von außen gut zugänglich ist. Auch der Heizraum sollte an eine Außenwand grenzen, da der Pelletskessel Frischluft braucht.Das Pelletlager muss statisch dem seitlichen Druck der Pellets standhalten. Dies wird bei normaler Raumhöhe z.B. durch 10cm Stahlbetonwand, 12cm Mauerziegel verputzt oder 12cm Holzsteher (Abstand 62,5) mit 15-20mm Beplanung und entsprechender Montage an Boden und Decke erreicht. Bei der Eingangstür zum Pelletslager wird eine Führung (Z-Profil) montiert, die den Einschub von 3cm starken Holzbrettern ermöglicht (Schutz gegen Aufdrücken der Tür durch das Gewicht der Pellets). Gegenüber der Einblasöffnung ist eine Prallschutzmatte aus alterungsbeständigem Kunststoff anzubringen (z.B. 100 x 150 cm, 20cm Wandabstand). Dieser Prallschutz verhindert, dass die Pellets beim Auftreffen auf die harte Wand beschädigt werden. Die Tür zum Pelletslager muss eine umlaufende staubdichte Dichtung aufweisen, damit der Staub nicht in die Kellerräume gelangen kann. Das Pelletlager muss ganzjährig trocken sein, aus diesem Grund ist bei Altbauten manchmal eine hinterlüftete Vorsatzschale empfehlenswert. Wenn Rohrleitung durch das Pelletslager nicht vermeidbar sind, müssen diese mit einem Ableitblech in der Flugbahn der Pellets verkleidet werden (keine rechteckige Verkleidung, sondern schräges Ablenkblech!). Weiters dürfen im Pelletlager keine Elektroinstallationen (Schalter, Leuchten) gesetzt werden (außer im explosionssicherer Ausführung). Wichtig ist auch, sich rechtzeitig bei der zuständigen Behörde zu erkundigen, ob spezielle Brandschutzausführungen notwendig sind. Meist sind allerdings für einfamilienhausübliche Lagermengen keine besonderen Anforderungen zu erfüllen.

    Schrägboden:
    Die Zwischenschrägen ("Schrägboden"), die die Pellets zur Raumentnahmeschnecken führen, werden unter einem Winkel von ca. 45° angebracht, damit die Pellets leicht nachrutschen. Dieser Schrägboden muss aus einem Material mit glatter Oberfläche hergestellt werden, wie z.B. (beschichteten) Spanplatten. Weiters muss der Schrägboden stabil ausgeführt werden (1m³ Pellets wiegt 650kg). Die untere Abdichtung zur Förderschnecke erfolgt am besten mit einem Blechstreifen und einem Moosgummistreifen (Schallentkopplung). Auch die Förderschnecke sollte übrigens auf einen Gummistreifen aufgelegt werden, um eine Schallübertragung über die Betondecke zu verhindern.

    Befüllstutzen:
    Es werden 2 Stutzen im Abstand von rund 50cm gesetzt (einer dient zum Befüllen, der andere zum Absaugen der eingeblasenen Lutf). Bauseitig werden dazu zwei Wandöffnungen mit 125 bis 150mm Durchmesser hergestellt, in die ein PE-Rohr eingemauert wird. In dieses wird dann der eigentliche Befüllstutzen (Kupplungsstutzen NW100, Stortz Typ A) einbebaut und abgedichtet. Der Befüllstutzen muss an die Erdung angeschlossen werden (elektrostatische Aufladung beim Befüllen). Rohrleitungen aus Kunststoff sind aus diesem Grund nicht verwendbar. Wenn der Befüllstutzen unterhalb des Erdniveaus in einen Lichtschacht eingebaut wird, muss an der Außenseite ein 45°-Bogen verwendet werden, da der Einblasschlauch nicht so eng gebogen werden kann. Jedenfalls muss immer gewährleistet sein, dass die Rohrinnenseite überall glattwandig verbunden ist. Auf die Befüllstutzen sind Blinddeckel anzubringen. Sinnvoll ist auch ein gut erkennbares Warnschild "Achtung: Vor dem Befüllen Heizung abschalten!".

    Pellets-Qualität:
    Kaufen Sie nur Pellets, die nach österreichischen Qualitätsnormen (ÖNORM 7135) hergestellt wurden! Damit verhindern Sie einen zu hohen Staubanteil (entsteht bei Einblasung, Lagerung etc. durch Zerfall von Pellets) und die damit verbundenen Probleme (z.B. problematische Austragung). Die Pellets müssen untergehen, wenn man siein ein Glas mit Wasser wirft.

    Kosten von Holzpellets:
    Die Brennstoffkosten sind günstiger als bei Heizöl oder Gas und variieren nach Lieferart (mit Tankwagen eingebIasen, in Säcken oder Big-Bags) und Lieferdatum. Eine Abhängigkeit vom Ölpreis lässt sich auch beobachten. Der Heizkessel selbst ist bei der Investition etwas teurer als ein Ölkessel, jedoch sind die Herstellkosten des Lagerraumes geringer und man erhält meist eine Förderung. Wesentlich ist auch das "Feeling", man hat schließlich eine umweltverträgliche Holzheizung im Keller.

    Versorgung mit Pellets:
    In Österreich ist eine flächendeckende Versorgung sichergestellt.

    Nachteil Asche-Entfernung bei der Pelletsheizung:
    Auch wenn manchmal damit geworben wird, dass nur einmal jährlich der Aschenbehälter geleert werden muss: Realistischer ist eine Entleerung alle 1-2 Monate. Dies sind auch die durchschnittlichen Ergebnisse der Pelletskesselstudie der EVA (leider bereits aus 2004). Allerdings liegen uns Erfahrungen von Lesern vor, die tatsächlich nur am Ende der Heizsaison eine Ascheentleerung durchführen müssen. Dies hängt natürlich wesentlich mit der Betriebsweise (und damit dem Ascheanfall) und der Größe der Aschenlade zusammen. Achten Sie beim Kesselkauf also auf eine große Aschenlade, damit Sie die Entleerungshäufigkeit minimieren.

    Bei der Ascheentleerung kann es zu leichten Verschmutzungen kommen, außerdem ist der Behälter nicht ganz leicht. Die reine Holzasche kann aber dafür kompostiert werden.

  6. #6
    Moderator Avatar von Berndt Triebel
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    Warum kommt man so schwer in die Wohnbauförderung?

    Die Wohnbauförderung greift nur mehr bei super isolierten Häusern und ohne Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung erreicht man den geforderten Heizwärmebedarf praktisch nicht. Weiters will der Gesetzgeber, dass man grundsätzlich kleiner baut. Große Häuser werden schlecht oder gar nicht gefördert.

    Wer mehr dazu hören will, kommt in unser Neubauseminar.

  7. #7

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    Baukoordination

    Freunde von mir haben auch selbst gebaut. Sie haben einen Baukoordinator beauftragt, der darauf geschaut hat, das alles reibungslos abläuft. Das hat gut geklappt. Auch ein Energieberater hat eine große Rolle gespielt. Er hat die ganzen Bauteile mitentwickelt, um gesund und energiesparend zu wohnen.

  8. #8

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    Wärmepumpe

    Bei Neubau würde ich unbedingt auch eine Wärmepumpe in Erwägung ziehen. Bei Neubau lässt sich eine Fußbodenheizung noch relativ einfach realisieren / was bei Rennovierung oft nicht möglich ist.


    Stromanschluss gibt es sowiso / keine 2. Energieform im Haus.
    kein Kamin
    kein Rauchfangkehrer
    keine Feuerungsanlage im Haus
    kein Lagerraum für Brennstoff erforderlich
    längere Lebensdauer der Wärmepumpe als Pelletsheizung
    geringere Wartungskosten
    gut Kombinierbar mit kontrollierter Wohnraumlüftung
    Brauchwasser mit der Wärmepumpe erzeugen / Oder mit spezieller Brauchwasserwärmepumpe die man ebenfalls mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung kombinieren kann.

    Wie wollt ihr das Brauchwasser im Sommer machen? Mit einer Feuerungsanlage (Pellets, Heizöl, Gas) ist dies Aufgrund der Stillstandsverluste nicht empfehlenswert.

    Als Wärmequelle kommt Grundwasser oder Erdreich in Frage / Bei einem Haus mit geringer Heizlast - und bei geringen Eigenkapital - Luft als Wärmequelle

  9. #9

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    Keller als Wanne

    Wir wollen in Viktring Nähe Sattnitz bauen. Der Baumeister sagt, wir sollen den Keller als Wanne machen, also irgendwie wasserdichter als normal. Der will aber derart viel Geld, dass es mich fast umhaut. Was kann ein wasserdichter Keller kosten?

  10. #10

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    Zitat Zitat von Paul M. Beitrag anzeigen
    Ich helfe meiner Tochter und meinem Schwiegersohn beim Hausbauen. Kann man in diesem Blogg gute Tips bekommen?
    Wer schreibt mit?
    Guten Morgen,

    das ist wirklich ein Erlebnis mit viel Geduld

    LG Hüseyin5

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