Verheerende Folgen der Agrargentechnik

Das deutsche Bundesamt für Naturschutz, das österreichische Umweltbundesamt und das Schweizer Bundesamt für Umwelt haben eine Studie über die Folgen von herbizidresistenten Gen-Pflanzen auf die Umwelt veröffentlicht.

Diese kommt zu dem Ergebnis, dass der Anbau von Gen-Pflanzen keine höheren Ernten bringt. Er führt aber zu einem Rückgang der Artenvielfalt, weil die Landwirtschaft intensiviert wird und mehr Gifte auf den Äckern landen. Allein in den USA führte der Anbau von Genpflanzen seit Mitte der 1990er Jahre zu einem zusätzlichen Verbrauch von 240 Millionen Kilo Herbiziden.

85 Prozent der Genmanipulationen an Nutzpflanzen dienen dazu, diese gegen giftige Wirkstoffe wie Glyphosat und Glufosinat resistent zu machen. Konzerne wie Monsanto und Bayer verkaufen den Landwirten sowohl das Gen-Saatgut als auch die passenden Gifte.

Der Anbau von genmanipulierten Pflanzen in Europa würde der Studie zufolge ebenfalls zu einer starken Zunahme des Einsatzes von Pflanzengiften führen. Mit einer Landwirtschaft, die auf die Artenvielfalt achtet, ist das, so die drei Bundesämter, nicht zu vereinbaren. Wir erwarten von der Bundesregierung, dass sie die Erkenntnisse der eigenen Behörde endlich ernst nimmt und in Zukunft auf europäischer Ebene gegen die Zulassung von Gen-Pflanzen stimmt, anstatt sich immer nur zu enthalten.

Um über die verheerenden Folgen der Agrargentechnik aufzuklären, wurde vom Umweltinstitut München eine Infokampagne gestartet.