Am 25. September 2015 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Agenda für Nachhaltige Entwicklung und die darin enthaltenen 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDGs), die für alle Mitgliedsstaaten gleichermaßen gelten. Alle 193 UN-Mitgliedstaaten einigten sich darauf umgehend aktiv zu werden und das ambitionierte Programm bis 2030 lokal und global umzusetzen. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten liegt in Österreich noch kein Umsetzungsplan vor.

Der Dachverband der entwicklungspolitischen und humanitären Organisationen Österreichs hat heute gemeinsam mit 94 zivilgesellschaftlichen Organisationen einen offenen Brief an die österreichische Bundesregierung geschickt:

"Drei Wochen vor Inkrafttreten der Agenda gibt es noch keinen Plan zur Umsetzung. Der Regierung scheint unklar, mit welchen Maßnahmen sie die Ziele, die sie selbst mitbeschlossen hat, erreichen will. Nun ist rasches Handeln gefragt, die Bundesregierung muss einen konkreten Umsetzungsplan mit Maßnahmen, Verantwortlichkeiten und klaren Kompetenzen vorlegen. Die Umsetzung der SDGs ist eine Aufgabe, welche die gesamte Bundesregierung betrifft - sowohl in der Innenpolitik als auch im auswärtigen politischen Handeln. Denn die weltweiten Anstrengungen für Klimaschutz, für Armutsbekämpfung und für Bildung retten Menschenleben und bringen Frieden. Mit gravierenden Auswirkungen, auch auf Österreich" stellt Annelies Vilim, Geschäftsführerin der AG Globale Verantwortung fest.

Quelle: ökonews