Die Treibhausgas-Emissionen in Österreich sind von 2015 auf 2016 um rd. 1% gestiegen und liegen bei 79,7 Mio. Tonnen CO2-Äquivalent, so die Treibhausgas-Bilanz des Umweltbundesamtes für das Jahr 2016. Das bedeutet um rd. 0,8 Mio. Tonnen mehr Emissionen als im Jahr 2015. Während in der Industrie und in der Energiegewinnung, die dem Emissionshandel zugerechnet werden, um 1,7% weniger klimaschädliche Gase ausgestoßen wurden, zeigt die Bilanz in den nicht dem Emissionshandel unterliegenden Bereichen einen Anstieg um rd. 2,7%. Ein Faktor für diese nachteilige Entwicklung ist das an sich erfreuliche Wirtschaftswachstum, das u. a. eine Steigerung der Nachfrage nach Gütertransport bewirkt. Verstärkt wird dieser Trend durch niedrige Preise für fossile Kraft- und Brennstoffe. Im Verkehrssektor führt dies 2016 zu einem deutlichen Anstieg der Emissionen um 4,2%. Dazu kommt, dass auch im Gebäudesektor aufgrund des witterungsbedingt höheren Heizbedarfs ein Anstieg der Emissionen um 2,7% verzeichnet wird. Für die ExpertInnen des Umweltbundesamtes sind die aktuellen Zahlen ein deutliches Signal dafür, verstärkt Anreize und strukturelle Maßnahmen im Mobilitäts- und im Gebäudesektor zu setzen, die nachhaltige Effekte nach sich ziehen.