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Martinigansln nur von der Kärntner Weide

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    Martinigansln nur von der Kärntner Weide

    Bei importierten Gänsen kann einem der Appetit vergehen! Neun von zehn dieser Gänse kommen aus Ländern mit extrem niedrigen Tierschutzstandards. In Bulgarien, Ungarn, Spanien, Frankreich und Belgien beispielsweise ist die Zwangsmast der Tiere für die Produktion von Stopfleber nach wie vor erlaubt. Auch das Rupfen lebendiger Tiere für Daunenprodukte ist in China oder Osteuropa noch immer weit verbreitet. In Österreich sind Lebendrupf und das Stopfen der Gänse zwar seit Jahren verboten, der Import solcher Tiere allerdings nicht.

    Kärntner Weidegänse

    Wer sein Martinigansl mit gutem Gewissen verspeisen möchte, kauft eine kärntner Gans aus artgemäßer Tierhaltung, bevorzugt in Bio. Heimische Weidegänse dürfen ihr Leben auf der Weide verbringen. Pro Weidegans müssen mindestens 10 m2 Grün zur Verfügung stehen. Bei Bio-Weidegänsen müssen es mindestens 15 m2 sein und auch das Getreidefutter ist zertifiziert. Bio-Gänse erkennt man am Bio-Siegel (z.B.: Austria Bio Garantie, AMA Bio, Bio Austria). Neben ausreichend Auslauf bekommen diese Gänse nur Futter aus biologischer Landwirtschaft ohne Zusatz von Antibiotika. Außerdem müssen sie Zugang zum Wasser haben, was ihrem natürlichen Lebensumfeld entspricht.

    Wenn Sie das Gansl im Supermarkt kaufen, achten Sie auf das Etikett. Seit kurzem muss der Käufer bei unverarbeitetem Geflügelfleisch erkennen können, in welchem Land das Tier aufgezogen und geschlachtet wurde.

    In der Gastronomie gibt es keine verpflichtende Herkunftskennzeichnung. Es lohnt sich jedoch, beim Wirt Ihres Vertrauens nachzufragen, woher er seine Gänse bezieht.

    Abgesehen vom guten Gewissen gibt es für viele Konsumenten noch einen guten Grund für eine heimische Weidegans: das heimische Gansl schmeckt ihnen einfach besser! Gänse mit Auslauf haben dunkleres, fettärmeres Fleisch, zeichnen sich durch besonders niedrigen Bratverlust aus und gelten daher als geschmackvoller.

    Quelle: Lebensart
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