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Wohnbauförderung Kärnten 2020

  1. #1

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    Wohnbauförderung Kärnten 2020

    Die überarbeiteten Richtlinien der Kärntner Wohnbauförderung für 2020 haben es in sich: „Umwelt- und Klimaschutz leistbar machen“ lautet die engagierte Devise der Neuaufstellung. „Wohnen muss zukunftsfit bleiben. Das schaffen wir nur, wenn wir die Förderrichtlinien so adaptieren, dass umweltfreundliches Wohnen auch finanzierbar ist“, erklärte Wohnbaureferentin LHStv.in Gaby Schaunig im Rahmen der Pressekonferenz zu den vom Wohnbauförderungsbeirat beschlossenen Wohnbauförderungsrichtlinien 2020 heute, Freitag. Als besonderes „Zuckerl“ des Richtlinienpakets kann die Ausweitung des Häuslbauerbonus auf Zu-, Auf-, Um- und Einbauten gewertet werden. Immerhin gelte es, so Schaunig, Nachverdichtung statt graue Energie, Zersiedelung und Grünflächenverbauung zu fokussieren.

    Der Wohnbaureferentin gilt leistbares Wohnen als eines der wichtigsten Anliegen. „Aktuelle Erhebungen der Arbeiterkammer Kärnten zeigen einmal mehr deutlich, dass das Mietensenkungsprogramm im gemeinnützigen Wohnbau Wirkung zeigt. Schließlich sanken die Mieten am gemeinnützigen Sektor in Kärnten um minus 6 Prozent.“, hält die Kärntner Wohnbaureferentin fest. Damit das Grundrecht „Leistbares Wohnen“ nachhaltig am Kärntner Wohnungsmarkt verankert bleibt, ermöglichen die überarbeiteten Richtlinien die Schaffung von besonders günstigen Mietwohnungen mit maximal 50 Quadratmeter inklusive einer essentiellen, zeitgemäßen technischen Ausstattung. Damit werden Mieten auch für Personen mit Niedrigsteinkommen bezahlbar.

    Auch die Berechnung der förderbaren Nutzfläche in den Sanierungs- und Neubaurichtlinien für 2020 führt zu höheren Förderungen für die Antragsstellerinnen und Antragssteller. Bei Haushalten mit bis zu fünf Personen gelten ab kommendem Jahr Flächen bis 130 Quadratmeter als förderbar, bei Haushalten mit mehr als fünf Personen sogar 150 Quadratmeter. „Nicht nur die förderbare Nutzfläche wurde angehoben, sondern auch die Förderhöhe pro Quadratmeter, nämlich von 300 Euro auf 400 Euro. Wenn eine dreiköpfige Familie nun eine Wohnung im Dachgeschoss errichten möchte, bedeutet das, dass sich der Förderungskredit von bisher 22.500 Euro auf 52.000 Euro erhöht. Damit bietet die Kärntner Wohnbauförderung eine wesentlich schlagkräftigere Unterstützung“, erklärte Herwig Seiser, Vorsitzender des Wohnbauförderungsbeirats.

    Weil Klimaschutz alle angeht und alle Bereiche des Lebens durchzieht, ermöglichen die neuen Richtlinien nun auch Boni für Nachverdichtungsmaßnahmen im Bereich Neubauförderung, die Förderung von Wallboxen für Elektromobilität sowie Dach- und Fassadenbegrünungen. „Die Begrünung hilft, abgesehen von ihren positiven Umwelteffekten, vor allem auch gegen sommerliche Überhitzung“, begründet Seiser die Wichtigkeit von Maßnahmen, die den Klimawandelauswirkungen nachhaltig entgegensteuern. Förderungen für Dach- und Fassadenbegrünungen gelten ebenso für den mehrgeschossigen Wohnbau, der besonders von sommerlicher Überhitzung betroffen ist.

    Für alle Kärntnerinnen und Kärntner, die noch nicht umgestiegen sind, wird der Weg „Raus aus fossilen Brennstoffen“ auch im kommenden Jahr gefördert möglich sein. Das Impulsprogramm, das den Umstieg auf erneuerbare Energieträger finanziell unterstützt, findet sich weiterhin im Bereich der Sanierungsoffensiven und kann ab 2020 erstmals auch für Wohnnutzflächen über 200 Quadratmeter beantragt werden. Neu ist auch das Impulsprogramm „Sanierungsoffensive 2020“ für Außenwanddämmung inklusive Fenstersanierung. „Nur aufeinander abgestimmte Maßnahmen und Schwerpunktsetzungen ermöglichen zielgerichtete, nachhaltig klimafreundliche Sanierungen. Dem Land Kärnten ist es besonders wichtig, im Bereich des Gebäudesektors möglichst rasch die „mission 2030“-Klimaziele zur Umsetzung zu bringen. Schließlich lebt man nur gut, wenn man auch sorgenfrei wohnt“, erklärt Schaunig den Zugang des Landes.

    Die neuen sozialökologischen Richtlinien stellen darüber hinaus einen wichtigen Impuls für die Kärntner Bauwirtschaft dar. „Sanierungen können im Winter gleichermaßen durchgeführt werden, was sich in den Beschäftigungszahlen der Baubranche niederschlägt und konsequent saisonal bedingter Arbeitslosigkeit entgegenwirkt“, so Schaunig und Seiser. Auch die Beratungs- und Begleitmaßnahmen zur Schaffung und Sicherung einer zeitgemäßen und leistbaren Wohnversorgung konzentrieren sich ganz auf zukunftsfittes, leistbares, qualitativ hochwertiges Wohnen. So müssen Reconstructing-Projekte am Leitfaden „Quartier und Wir – Entwicklung bestehender Wohnquartiere“ ausgerichtet und Sozialraumkonzepte gefördert werden, die für ein gutes Auskommen miteinander sorgen. „Denn gute Nachbarschaft ist schließlich das, was eine Wohnung zum Zuhause macht“, betont die Wohnbaureferentin.
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  2. #2

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    Wohnbauförderung 2020 Richtlinien

    Richtlinie für die Förderung der Errichtung von Wohnraum im Eigentum:

    Erweiterung des Häuslbauerbonus auf Zu-, Auf-, Um- und Einbauten
    o Häuslbauerbonus: 12.000 bis 15.000 Euro
    o Bonus für Nachverdichtung zwischen 3.000 Euro und 7.000 Euro
    o Bonus für Abbruchkosten im Rahmen der Nachverdichtung: 5000 bis
    10.000 Euro
     Bonus für Elektromobilität in Höhe von 700 Euro (Anschaffung einer Wallbox)
     Bonus Dachbegrünung - Förderhöhe 50 Euro/ m² begrünter Fläche maximal
    5.000 Euro

    Richtlinie für die Förderung des Ersterwerbs von Wohnraum:
     Positives Mikroklima – Klimawandelanpassung: Bauträger haben nachweislich
    Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas zu setzen
     Bonus für Elektromobilität in Höhe von 700 Euro (Anschaffung einer Wallbox)
     Ergänzung zur Klimawandelanpassung: Vermeidung sommerlicher
    Überwärmung

    Richtlinie für die Förderung von Mietwohnungen und Wohnheimen im
    mehrgeschossigen Wohnbau:
     Errichtung leistbarer Kleinwohnungen von maximal 50m² für Haushalte mit
    niedrigen Einkommen (bis zu zwei Drittel des höchstzulässigen
    Jahreseinkommens)
     Erhöhung der angemessenen Gesamtbaukosten um 3 %.
     Senkung der Zinsen von 1% auf 0,7 % für die ersten 15 Jahre
     Positives Mikroklima – Klimawandelanpassung: Bauträger haben nachweislich

    Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas zu setzen
     Förderung einer Dach- und Fassadenbegrünung:
    o extensive Dachbegrünung: maximal 50 Euro/ m2
    o intensive Dachbegrünung: maximal 100 Euro pro/ m2
    o Fassadenbegrünung: maximal 1,5 Prozent der Gesamtbaukosten
    06. Dezember 2019 2

    Bereich Sanierungsförderung:
    Richtlinie für barrierefreie Maßnahmen für Menschen mit Behinderung oder
    vorbeugende Maßnahmen für altersgerechtes Wohnen:
     Erhöhung förderbare Kosten beim erstmaligen Einbau von Aufzügen von
    150.000 Euro auf 300.000 Euro

    Richtlinie für die Sanierung von Eigenheimen, sonstigen Gebäuden und Wohnhäusern
    im mehrgeschossigen Wohnbau (außer Wohnhäuser im (Mit)Eigentum von
    gemeinnützigen Bauvereinigungen und Gemeinden):

     Sanierungsoffensive 2020 für die thermische Sanierung:
    o Fassade/Vollwärmeschutz: Förderung bis zu 10.000 Euro
    o Fenstersanierung bzw. Fenstertausch (nunmehr auch im Zuge der
    Dämmung der Fassade und nicht mehr wie bisher nur bei umfassender
    Sanierung): Förderung bis 3.300 Euro.
    o Erhöhung des Zuschlags bei Verwendung nachwachsender Rohstoffe bei
    Fassadendämmung von 2.500 Euro auf 5.000 Euro
    o Erhöhung der Förderung bei klima:aktiv Silber von 500 Euro/ m2 auf 700
    Euro/ m2
     Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas wie z.B.
    Bauwerksbegrünungen (Gründächer, Dachgärten, begrünte Fassaden), gezielte
    Bepflanzungen im Außenraum u.a.:
    o Förderung extensive Dachbegrünung mit 50 Euro/ m² begrünter Fläche
    o Förderung intensive Dachbegrünung mit 100 Euro/ m² begrünter Fläche
    o Förderung Fassadenbepflanzung mit maximal 20.000 Euro

    Förderung Sanierungscoach nunmehr bei allen energetischen
    Sanierungsmaßnahmen und nicht wie bisher nur bei umfassender Sanierung;
    Erhöhung der Förderung von 70 auf 80 Prozent der Kosten

    Richtlinie für die Sanierung von Wohnhäusern und Wohnheimen gemeinnütziger
    Bauvereinigungen und Gemeinden:
     Förderung von Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas wie z.B.
    Bauwerksbegrünungen (Gründächer, Dachgärten, begrünte Fassaden), gezielte
    Bepflanzungen im Außenraum und dergleichen:
    o Förderung extensive Dachbegrünung mit 50 Euro/ m² begrünter Fläche
    o Förderung intensive Dachbegrünung mit 100 Euro/ m² begrünter Fläche
    06. Dezember 2019 3
    o Förderung Fassadenbepflanzung mit maximal 20.000 Euro

     Erhöhung der Förderung bei klima:aktiv Silber von 500Euro/ m2 auf 700 Euro/
    m2

    Richtlinie für die Schaffung von Wohnraum in Bestandsobjekten und Erwerb von
    Bestandsobjekten in Siedlungsschwerpunkten
    :
     Änderung förderbare Nutzfläche – bis 5 Personen 130 m², ab 5 Personen 150 m²
    anstelle der Staffelung nach Haushaltsgröße
     Förderung der Projektentwicklung - Einmalzuschuss bis maximal 1.200 Euro
     Erhöhung: Förderhöhe beim Erwerb von Bestandsobjekten von 300 Euro/ m²
    auf 400 Euro/ m² förderbarer Nutzfläche bis maximal 50 Prozent des Kaufpreises
    laut Kaufvertrag (Grund und Gebäude)
     Erhöhung: Förderung für die Schaffung von Wohnraum in Bestandsobjekten von
    300 Euro/ m² auf 400 Euro/ m² förderbarer Nutzfläche
     Erhöhung: Einmalzuschuss beim Erwerb von Bestandsobjekten in Orts- und
    Siedlungskernen von 12.000 Euro auf 15.000 Euro
     Aufnahme der Nichtzulässigkeit von Heizsystemen auf Basis fossiler Brennstoffe
    (Kohle; Heizöl; Gas; Allesbrenner) sowie Einführung von CO2SK-Maximalwert bei
    Elektro- oder Infrarotheizungen (maximal 30 kg/ m²) – Austausch innerhalb von
    einem Jahr ab Beantragung der Förderung möglich

    Impulsprogramm „Raus aus fossilen Brennstoffen“:

     Gefördert wird der Heizungsanlagentausch von Heizungssystemen auf Basis
    fossiler Brennstoffe auf erneuerbare Energien in Eigenheimen im Ausmaß von
    o 35 Prozent der förderbaren Sanierungskosten bzw.
    o bis zu 6000 Euro

  3. #3

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    Wohnbauförderung 2020 - Beispiel

    Beispiel: Jungfamilie baut Wohnung im Dachgeschoß ein

    Anhand eines Fallbeispiels sieht man die Änderungen (von 2019 auf 2020) besonders deutlich. Angenommen wird, eine Jungfamilie (drei Personen) baut eine Wohnung im Dachgeschoß ein.

    förderbare Nutzfläche: 130 Quadratmeter (2019: 75 m2)
    Förderungshöhe: 400 Euro mal förderbare Nutzfläche von 130 m2 (bisher: 300 Euro mal förderbare Nutzfläche von 75 m2)

    Förderungskredit: 52.000 Euro statt bisher 22.500 Euro (mehr als Verdoppelung)
    Laufzeit (2019 wie 2020): 20 Jahre, Verzinsung 0,7 % p.a.

  4. #4

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    Was hat sich für Allthaussanierer geändert?

    Wir werden ab Sommer eine Gebäudesanierung vornehmen. Was muss man wegen den Förderungen beachten?

  5. #5
    Moderator Avatar von Berndt Triebel
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    alle Förderungen jetzt verfügbar

    Auch der Bund fördert wieder, zumindest rückwirkend ab 01.01.2020. Also kann man sofort mit der Planung einer Gebäudesanierung beginnen. Wir helfen:

    Energieforum Kärnten
    office@energieforumkaernten.at
    0463/418200-50

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